Worum geht's?
Im Juni berichtete loky*, dass an der Grundschule am Weißen See einiges schiefläuft – zumindest aus Sicht der Eltern.
Die Senatsverwaltung für Bildung kommentierte damals sinngemäß: halb so wild.
Prompt hatte ich wieder Post aus dem Schulumfeld, die sagt: Doch, es gibt ein Riesenproblem!
Es geht um das Verhältnis zwischen Schulleitung und Mitarbeitenden, das offenbar massiv kriselt.
Warum ist das wichtig?
- Schule, da müssen alle durch. Erst als Kinder, und viele später nochmal als Eltern. Ein mieses Lernklima drückt die Chancen der Schüler:innen. Und damit unser aller Zukunft.
- Daher ist es besonders bitter, wenn Eltern und Mitarbeitende Missstände ansprechen und sich um Lösungen bemühen, damit aber nichts erreichen. So läuft es offenbar seit Jahren an der Grundschule am Weißen See – obwohl das Thema der zuständigen Schulaufsicht und der Senatsverwaltung bekannt ist.
- Viele Lehrkräfte und Erzieher:innen verlassen meiner Recherche nach mittlerweile die Schule oder denken darüber nach. Das verunsichert wiederum Schüler:innen und Eltern, die dann ebenfalls einen Schulwechsel erwägen. So kommt eine Abwärtsspirale in Gang, mit Folgen für alle.
Was sind die Vorwürfe?
Im Juli erreichte uns ein offener Brief; laut Text stammt er von 51 aktuellen und ehemaligen Mitarbeitenden der Schule – vom Hausmeister über Sachbearbeiterinnen bis zu Erzieher:innen und Lehrkräften. Die Rede ist von:
- einer „Schule im Niedergang“. Der Grund: Eine Schulleitung, „die toxisch ist für das Schulklima“ und Mitarbeitende in Überlastung, Krankheit und Schulwechsel treibe.
- einem „autokratischen Führungsstil“, gekennzeichnet durch „Intransparenz, Unehrlichkeit, Misstrauen, Bedrohung und Bestrafung“.
- mehrfachen Bemühungen, etwa „persönliche Schreiben und offene Briefe, Gesprächstermine und Absichtserklärungen“, die „nichts geändert“ hätten.
Ich habe in den folgenden Wochen dutzende Seiten E-Mails und Briefe aus der Schule ausgewertet und mit sechs Menschen aus dem Schulumfeld gesprochen, um die Vorwürfe zu prüfen.
So habe ich eine Vielzahl an Geschichten gesammelt, die ich jedoch nicht alle hier öffentlich machen kann – weil sie Rückschlüsse auf einzelne Personen zulassen könnten, die anonym bleiben möchten.
Die Tendenz ist jedoch eindeutig und deckt sich mit folgenden Beispielen, die schon vor mehr als einem Jahr in einem Brief von „20 Mitarbeitenden“ an die Schulaufsicht formuliert wurden. Dort heißt es u.a.: