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Kunst-Horn und Kunstrasen

Streit um Sanierung der Sportwiese am Jahn-Sportpark; Geldmacherei mit Wohnungslosen; weniger Unfälle dank Kiezblocks.

Kunst-Horn und Kunstrasen
Das Rhinozeros von Magdeburg. Foto: Hans Wulf-Kunze

Ihr Lieben,

auf einer Skala von 1 bis 10: Was interessiert euch mehr?

Der Unterschied zwischen einem Nashorn und einem Rhinozeros? (Spoiler: Letzteres ist eine Untergattung in der Familie der Ersteren und umfasst die in Asien ansässigen Tiere.)

Oder eine Kunstinstallation namens "The Rhinoceros in the Room", die aktuell in einer Magdeburger Kirche zu sehen ist?

Halt! Stopp! Nicht weglaufen! Zumindest die zweite Frage ist ernst gemeint.

In jeder Ausgabe von loky* geben wir euch Tipps, was ihr "Machen" könnt: Lesungen, Aufführungen, Flohmärkte.

Uns ist klar: Den Newsletter eurer Lieblingsgalerie habt ihr eh abonniert. Wir kuratieren, was ihr vielleicht nicht auf dem Zettel habt, euch inspirieren und Lust aufs Hingehen machen soll.

Was uns zurück zum Rhinozeros bringt, über das wir heute eine längere Debatte in der Redaktion hatten.

Steht das aufgeblasene Riesentier im Kiez? Nein! Aber ist es trotzdem relevant, weil man auch eine Idee für den Wochenendausflug braucht?

Diese Frage möchte ich gerne an euch weitergeben. Denn wir überarbeiten gerade die Tipps, und das geht nicht ohne eure Wünsche.

Mehr Kiez? Mehr Mainstream? Mehr Nische? Generell mehr? Und wollt ihr drei Wochen vorher oder erst am Freitag wissen, was am Wochenende geht?

Schreibt uns an redaktion@loky.news oder direkt in unseren Briefkasten. Dankeschön!

"The Rhinoceros in the Room oder: Ein Märchen von Banalität und Bösem" des in Berlin lebenden Künstlers Itamar Gov ist noch bis zum 5.7. in Magdeburg zu sehen (mehr).


Wissen

Streit um Sportwiese am Jahn-Sportpark

Die Sportwiese am Montagvormittag.

Die Sportwiese ist die große Rasenfläche zwischen Max-Schmeling-Halle und Cantianstadion.

Der Senat will sie in eine inklusive Sportanlage umgestalten. Entstehen soll ein Kunstrasenplatz zum Fußball- und Hockeyspielen sowie eine Lauf- und Rollbahn, nutzbar auch für Rollstuhlfahrer:innen und Sehbeeinträchtigte. Durch den Umbau soll die Fläche auch für Vereine und Schulen attraktiver werden.

Klingt erstmal gut, doch die Bürgerinitiative Jahnsportpark wirft dem Senat „Unaufrichtigkeit“, „Schein-Inklusion“ und „Zerstörung der Sportwiese“ vor.

Ihre Kritik:

Ob der Bund das Projekt finanziert, entscheidet sich in den nächsten Tagen.

(Quellen: Bürgerinitiative JahnsportparkEntwicklungsstadt,
Bericht der Senatsverwaltung für Sport)

Flyer der Bürgerinitiative Jahnsportpark.

Weiteres Wissen im Schnelldurchlauf

Wohnungslosigkeit als Geschäft: 3000 Euro im Monat für ein Zimmer mit Büro-Charme, kaputter Heizung und Kakerlaken: Solche Beträge zahlt das Land Berlin an private Anbieter für Unterkünfte für sonst Wohnungslose. Dort werden dann Familien neben Alkoholkranken neben traumatisierten Geflüchteten untergebracht. Zwei solche Unterkünfte stehen an der Storkower Straße. Der Tagesspiegel hat die ganze Geschichte recherchiert.