Ihr Lieben.
Es ist so merkwürdig, gerade in Berlin zu wohnen. Die einen freuen sich über den Schnee und schaffen fantastische Figuren. Die anderen nehmen nachts ihre Handtasche mit ins Bett, weil sie sich in ihrem abgedunkelten Stadtteil vor Einbrüchen fürchten.
Diese Gleichzeitigkeit von Schönheit und Not ist ein Phänomen dieser Stadt. Wenn ihr euch fragt, wie ihr helfen könnt, lest weiter. Aber genießt auch die Schneewesen! Denn es ist auch ein Trost, zu wissen, wie kreativ die eigenen Mitmenschen sind, findet ihr nicht?
Wissen
Hilfe für die Berliner:innen ohne Strom
Wie können wir den Menschen im Südwesten der Stadt in Zeiten des großen Stromausfalls helfen, fragen sich viele, die es gerade kuschelig warm haben (ich zum Beispiel).
Erst am Donnerstag soll es wieder Strom und Wärme geben in den betroffenen Bezirken. Die Emmaus-Gemeinde ist eine gute Anlaufstelle für alle Unterstützungswilligen (U3 bis Onkel Toms Hütte). Sie bittet um Suppenspenden für jeweils 50 Personen und Kerzen. Vor Ort hängt auch ein Schwarzes Brett, um Schlafplätze zu vergeben.
Mit Vergnügen hat bei Instagram einen Aufruf online gestellt, unter dem Helfende und Hilfsbedürftige in den Kommentaren zusammenkommen können.
Kampfansage gegen Verwaltungschaos und Müll
Es war das Großprojekt der aktuellen Berliner Landesregierung aus CDU und SPD. Nun ist die Verwaltungsreform in Kraft. Sie soll dafür sorgen, dass Bezirke und Senat in Zukunft effizient zusammenarbeiten, statt sich wie bisher im Zuständigkeitschaos zu verhaken.
Neben sauberen Schulen und mehr Verlässlichkeit bei den Bürgerämtern verspricht sie den Berliner:innen weniger Müll auf den Straßen und in Parks. Und schnellere Reaktionen, wenn mal wieder eine Matratze auf dem Fußweg vor sich hin modert. (Quelle: Pressemitteilung der Senatskanzlei)

Veganuary: Gastro-Tipps
Wenn ihr euch dem Trend gemäß im Januar an veganer Ernährung versucht, kommen hier ein paar Tipps zum Einkehren:
- Froindlichst, Winsviertel: Full English Breakfast geht auch in vegan.
- Nam Y Restaurant, Florakiez: vegane vietnamesische Küche.
- Die vegane Fleischerei, Kastanienallee: bietet, wie der Name sagt: vegane Fleisch- und Wurstwaren.
- Lucky Leek, Kollwitzkiez: Gehobene vegane Menüs mit Bio-Weinbegleitung.
- Cookies Cream, Mitte: Fine Dining im Sternerestaurant.
Weiteres Wissen im Schnelldurchlauf
Riesenbezirk: Wäre Pankow eine eigene Stadt, wäre sie nach Leipzig und Dresden die drittgrößte Ostdeutschlands. Durch Wohnungsbau in Blankenburg, Buch und Co. wird der Bezirk noch größer. Der Tagesspiegel plädiert daher für einen 13. Bezirk.
Was denkt ihr? Sollte man Pankows Stadtrandquartiere in einen eigenen Bezirk auslagern? Wie könnte er heißen? Oder warum ist das eine schlechte Idee? Schreibt uns an redaktion@loky.news oder direkt in unseren Briefkasten.
Bahn-Baustellen 2026:
- Die Fernverkehrsstrecke nach Hamburg wird noch bis April saniert.
- Der Bahnhof Alexanderplatz wird bis 2029 kernsaniert. Der Zugverkehr soll trotzdem rollen, Shops und Gastro aber schließen.
- Ende März soll die neue S21 den nördlichen Ring direkt mit dem Hauptbahnhof verbinden.
- Der Europaplatz beim Hauptbahnhof wird fahrradfreundlich umgebaut und bepflanzt.
(Quellen: berlin-s21.de und Berliner Morgenpost)
Kampf gegen Ateliersterben: Die Künstler:innen des Atelierhauses an der Prenzlauer Promenade stehen vor deutlich höheren Mieten, da die Stadt sie nicht mehr fördert. Um ihre Räume zu sichern, wollen sie diese genossenschaftlich kaufen. Dafür benötigen sie einen Erbbaurechtsvertrag mit dem Land Berlin und die Zustimmung des Abgeordnetenhauses. (Quelle: Berliner Morgenpost und Seite der Ateliergemeinschaft)