Ihr Lieben.
Auf einer Skala von „Hä?“ bis „Aye aye, Sir!“: Wie sehr lasst ihr euch vom oben abgebildeten Schild davon abhalten, in dessen direkter Nähe euer altes Sofa zu entsorgen?
Ja, ich weiß. Für euch ist schon die Frage an sich eine Beleidigung, weil wir als Generation Zero Waste sogar das Kaugummi unverpackt kaufen und alte Sofas nur dort entsorgen, wo sie hingehören: im eigenen Keller.
Aus diesem Schwarzen Loch tauchen Dinge schließlich nur im Falle eines Umzugs wieder auf. Und wer zieht heute noch um?
Doch ich schweife ab.
Was ich eigentlich erzählen wollte: Die CDU Pankow hat in solchen Schildern (oder etwas größeren, mehrsprachigen Versionen derselben) die Lösung unseres Müllproblems entdeckt.
In einem Antrag wünscht sie sich das Aufstellen etwa an der Greifswalder, Storkower oder am Volkspark Prenzlauer Berg. Der Verkehrsausschuss debattiert die Idee nun.
Auf Initiative von Pankows Ordnungsstadträtin Manuela Anders-Granitzki (CDU) wurden an anderen Stellen im Bezirk schon solche Schilder platziert.
Ich bin durch jahrelangen Lokaljournalismus bzw. das Waten durch Altkleiderbeutel direkt unter dem oben abgebildeten Schild viel zu zynisch, um zu glauben, das brächte was. Daher brauche ich eure Hilfe:
Wie seht und erlebt ihr das? Schreibt an redaktion@loky.news oder direkt in unseren Briefkasten.
Und sonst macht weiter wie bisher. Das hilft definitiv.
Wissen im Schnelldurchlauf

Markt-Umzug: Ist schon seit 1. Mai so, aber uns erst jetzt aufgefallen: Der Markt am Arnimplatz ist nun wirklich ein Markt am Arnimplatz und nicht länger einer neben dem Rewe am Arnimplatz. Grund dafür ist nicht etwa die Baustelle am Supermarkt, sondern der für 2027 angekündigte Neubau der Schönfließer Brücke. Der neue Standort ist zunächst für drei Jahre geplant. (Quelle: loky*-Telefonat mit Roy Hackbarth von der Marktverwaltung)
Kleingarten, entschleunigt: Wo man in Berlin noch einen Kleingarten ergattern kann? Mit etwas Glück an der Hansastraße in Weißensee. Die Anlage Sonnenstern ist die erste neue Kleingartenkolonie Berlins im 21. Jahrhundert (!); geplant sind 60 Parzellen. Das Problem: Es dauert. Letztes Jahr sollte dort schon gegärtnert werden, gebaut wird aber noch immer. Eine begrünte Lärmschutzwand fehlt, außerdem: Zäune, Wege und die Bepflanzung der Böschung. Im Frühjahr 2027 soll alles fertig sein. Einer der Bezirksverbände der Kleingärtner (Weißensee oder Prenzlauer Berg) darf die Parzellen dann verpachten. (Quelle: loky*-Anfrage an das Bezirksamt Pankow, Morgenpost, Stadtentwicklungsamt Pankow)
Mietcheck: Um sieben Prozent sind die Mieten in Berlin 2026 gestiegen – so stark wie zuletzt 2017. Laut neuem Mietspiegel sind Mitte und Prenzlauer Berg mit „überwiegend guter Wohnlage“ besonders teuer; Pankow liegt im Mittelfeld. Wer’s genau wissen will, kann hier die Vergleichsmiete für die eigene Straße checken – und rausfinden, ob die Mietpreisbremse greift. (Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung)