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6 Min. Lesezeit Rechtsextremismus

Rechtsradikale Runen an linkem Büro

Außerdem: Barrierefreier Neubau; Beat81-Check; Zwetschgenkuchen; Raves für Bäume und Familien.

Rechtsradikale Runen an linkem Büro
Das Büro der Pankower Linken am Mittwochmorgen. Wir zeigen es der Dokumentation halber genau so, wie wir es vorfanden.

Ihr Lieben.

Ich soll an dieser Stelle was Lustiges schreiben, sagt mein loky*-Mitgründer Philipp immer.

Denn das ist loky*: Lässig. Lustig. Und im Idealfall auch superrelevant für euch und euer Leben im Kiez.

Aber dann bringt man Mittwochmorgen das Kind zur Kita und sieht, welche rechtsradikalen Ratten dieser Tage aus ihren Löchern kriechen.

„Die Hassbotschaften sind nicht die ersten – schon häufiger wurde ,AfD' oder ähnliches an unsere Geschäftsstelle geschmiert, aber noch nie gab es einen Einschüchterungsversuch in diesem Ausmaß“,

sagt Pankows Linker Bürgermeister-Kandidat Jonas Teune.

Mittlerweile ermittelt der Staatsschutz; wer in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch jemand oder etwas Verdächtiges gesehen habe, soll sich melden.

Mit mir macht das was.

Ich habe dann zunächst Sebastian angerufen. Er ist Politik-Prof und kennt die Möglichkeiten der Demokratie, sich gegen Extremismus zur Wehr zu setzen.

Er sagt:

Ja, klingt vernünftig. Lasst uns das machen.

Das fiese Gefühl ging von den Tipps aber nicht weg.

Dann klingelte es an der Redaktionstür und rein kam die mir bis dahin unbekannte Margarete, einen Zwetschgenkuchen im Gepäck.

Sie wohnt um die Ecke. Sie liest gerne loky*. Und sie hatte das Gefühl, dass man uns so eine Freude machen könne.

Wie recht sie hatte!

Der Streusel gewordene Hoffnungsschimmer mit euren loky*s Juliane, Emilia, Lena und Philipp. Nur Johann fehlt, der ist in Elternzeit.

Dabei geht es nicht um den Kuchen (wenn auch sehr lecker). Es geht darum, dass Fremde ihn einander backen, einfach so. 

Nimm das, gespaltene Gesellschaft!

Wir sagen „Danke!“ und „Mehr Margarete wagen“. 🫶


Wissen im Schnelldurchlauf

6,3 Millionen: soll Pankow zur kürzlich abgeschlossenen Sanierung der Grundschule am Weißen See beisteuern, abzustottern in drei Raten à zwei Millionen in den Jahren 2029 bis 2031. Warum? Weil Pankows Schulstadtrat Jörn Pasternack (CDU) Bauaufträge vergeben hatte, bevor das für die Finanzierung eigentlich zuständige Land die Mehrkosten genehmigen konnte. Das kommt nicht gut, weil Pankow aktuell schon auf 23 Millionen Euro Schulden sitzt. Der Landesrechnungshof ist mittlerweile eingeschaltet – wie auch bei der Reinhold-Burger-Schulsportanlage, bei deren Sanierung es wohl ähnliche Probleme gab. (Quellen: Kleine Anfrage der SPD im Abgeordnetenhaus; Pressemitteilung von SPD und Grünen).

Neues Familienzentrum im Mühlenkiez: Klar, die Kulturmarkthalle und das Mühlenbergcenter. Aber absonsten hat der Kiez hinter der S Greifwalder in Sachen soziale Infrastruktur ein wenig Nachholbedarf. Seit Anfang September gibt es nun regelmäßig Basteltreff, FamilyRave, Krabbelgruppe & Co, gleich neben der Kita Bewegungsreich. Die Einweihungs-Party folgt noch: am 9.10., 15-18 Uhr. (Quelle: Familienzentrum per E-Mail)