Worum geht's?
Glasflaschen-Skulpturen vor Glascontainern, halbe Wohnzimmerausstattungen auf dem Fußweg, Waschmaschinen im Park: ihr kennt's.
Houston, wir haben ein Müll-Problem. Die Ordnungsämter der Bezirke sind überfordert. Das haben wir in Pankow in den letzten Monaten immer wieder gehört, wenn wir Ordnungsstadträtin Manuela Anders-Granitzki (CDU) mit Problemen konfrontierten und oft die Antwort erhielten: Wir versuchen, was möglich ist, aber haben zu wenig Geld und zu zu wenig Personal.
Auch die BSR hat zu wenig Kapazitäten. Sie wird sowohl aus Landesmitteln finanziert als auch durch Gebühren, bspw. für die Straßenreinigung.
Die große Frage ist: Wie wird Berlin sauberer?
Die Parteien haben dazu unterschiedliche Strategien, irgendwo zwischen Öko-Utopie und Totalüberwachung. Das erfahren wir sowohl aus ihren Wahlprogrammen als auch aus den Antworten auf zehn Fragen, die wir jeweils an BSW, CDU, FDP, Grüne, Linke, SPD, Volt und AFD verschickt haben – also die Parteien, die eine realistische Chance haben, ins Abgeordnetenhaus oder in die Bezirksverordnetenversammlungen von Pankow und Mitte einzuziehen.
Abgesehen vom BSW haben alle Parteien diese Fragen auch beantwortet.
Welche Lösungsansätze haben die Parteien?
Das Sperrmüll-Problem
- BSW, FDP, Grüne, Linke und SPD wollen Sperrmüll direkt vor der Hautür ohne Mehrkosten abholen lassen, einmal im Jahr für alle Haushalte (Grüne), zweimal jährlich (BSW, Linke und SPD), in Abstimmung mit der BSR (FDP). Zudem setzten sich außer dem BSW alle vier Parteien für mehr BSR-Kieztage ein.
- Die CDU und Volt wollen keinen kostenlosen Sperrmüll-Abhol-Service.
