Ihr Lieben.
Falls ihr euch gefragt haben solltet, welche Irre eigentlich gerade überall im Kiez Altkleidercontainer fotografiert: Das bin ich.
Seitdem mein Kollege Johann im Zuge der großen loky*-Müll-Offensive zum Thema alte Kleider recherchiert hat, sehe ich überall nur noch
- überlaufende Container,
- illegal aufgestellte Container
- sowie "Zu-verschenken"-Kisten*, deren Inhalt definitiv in einen Container sollte. Aber die laufen ja entweder über oder sind illegal.
*Mein Lebensziel ist es übrigens, das Selbstbewusstsein des Herrn zu entwickeln, der seine offensichtlich exzessiv getragenen Schlüppis in eine solche Kiste packte und sie mit dem guten Gefühl vor die Haustür stellte, der Menschheit damit noch etwas Gutes zu tun.
Johanns wirklich lesenswertes Gesamtwerk zum Thema findet ihr weiter unten. Hier starten wir heute mal mit dem
Wissen im Schnelldurchlauf

Tanz in den Mai: Das erste Mai-Wochenende war bei uns im Kiez genauso entspannt wie in den letzten Jahren auch. Zur friedvollen Walpurgisnacht kamen hunderte in den Mauerpark. Mehr als die Polizei hatte die BSR zu tun, doch im Vergleich zu Kreuzberg hielt sich die Verwüstung in Grenzen. (Quellen: Polizei Berlin, rbb, Berliner Morgenpost)
Park-Klinik: Die Sana-Kliniken wollen zum 1. Juni das insolvente Krankenhaus in Weißensee ebenso wie dessen Schwesterklinik in Charlottenburg übernehmen. Ob dieser Kauf "zur Verbesserung der Krankenhausversorgung für erforderlich gehalten wird", prüft nun die Senatsverwaltung. Sana argumentiert: ja. Andernfalls würde die Klinik schließlich dichtgemacht. Der drittgrößte private Krankenhauskonzern Deutschlands betreibt schon Häuser in Westend und Lichtenberg. (Quelle: Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege)
Markt am Helmholtzplatz: Der darf nach seiner Zwangspause am Samstag wieder wie gewohnt stattfinden – oder eben nicht. Denn die Lychener Straße wird nicht mehr wie bisher für Autos gesperrt, wenn Markt ist. Stattdessen stehen die Stände auf den Parkplätzen und verkaufen Richtung Gehweg. Die Komplettsperrung hatte in Kombination mit der Umwandlung der Stargarder zur Fahrradstraße und der damit einhergehenden Sperrung für Durchgangsverkehr zu Problemen geführt. (Quelle: Tagesspiegel)
Schwankende Weltkugel: Kulturstaatsminister Wolfram Weimer darf die Buchhandlung in der Kastanienallee nicht als "politische Extremisten" bezeichnen, entschied das Berliner Verwaltungsgericht. Für eine solche Bewertung fehlten Beweise. Weimer hatte mit diesem Argument der Weltkugel sowie zwei weiteren Buchhandlungen im März den mit 25.000 Euro Preisgeld dotierten Buchhandlungspreis vorenthalten. (Quelle: Verwaltungsgericht Berlin)