Im Sommer letzten Jahres tauchten in der Woelckpromenade in Weißensee in mehreren Häusern Markierungen durch Klebefäden an Türen auf.
Dann begannen die Einbrüche: Bargeld, Schmuck, Koffer und Taschen verschwanden. Zu acht Fällen zwischen August 25 und Februar 26 ermittelt die Polizei.
In einigen Häusern wurde aufgerüstet: neue Schlösser, neue Videokameras. Trotzdem bleibe die Unsicherheit, ob da noch was komme, erzählte uns eine Leserin.
Die Täter:innen? Unbekannt.
Und die Polizei? Sagt, dass hier trotz der Serie kein Einbruchschwerpunkt liege.
Wie kann das sein?
Warum ist das wichtig?
- Die Klebefäden und die Einbruchserie in der Woelckpromenade sorgen für ein konstantes Unsicherheitsgefühl bei den Anwohner:innen – und sind auch in anderen Straßen im loky*-Gebiet zu beobachten.
- Auffällig ist die Masche: Die Konzentration auf einzelne Häuser und Straßenzüge, die immer wieder betroffen sind. Die Einbrecher:innen kundschaften also ihre Ziele genau aus, gehen systematisch vor und ziehen irgendwann weiter.
- Die Polizei scheint die Lage nur bedingt im Griff zu haben. In den letzten drei Jahren haben sich die Einbrüche allein im Bezirk Pankow fast verdoppelt.
Wo wird am meisten eingebrochen?
Hier seht ihr, wo in Pankow, Prenzlauer Berg und Weißensee in den letzen fünf Jahren die Einbruch-Hotspots waren.
Die – allerdings auch recht kurze – Woelckpromenade gehört trotz der aktuellen Einbruchserie nicht zu den am meisten betroffenen Straßen.
