Ihr Lieben,
Hand hoch, wer von euch ist heute Nacht um drei aufgestanden, um Iran gegen Neuseeland zu schauen?
Ich habe tief geschlafen und bin froh drüber. Mein letztes Fußball-Erlebnis war ein ehrliches 5.-Liga-Spiel (Lichtenberg 47 vs. TeBe, Endstand 0:1). Dort gab's nette Leute und keinen Kommerz. Damit bin ich erst mal versorgt.
Was ich bisher von der WM mitbekommen habe: eine Bosnien-Autofahne, zwei Türkeiflaggen, drei Deutschlandflaggen an Fenstern in der Nachbarschaft und einen riesigen Fernseher vorm Späti um die Ecke. Manchmal trötet jemand mit einer Tröte. WM-Stimmung? Na ja.
Mich interessiert: Wo im loky*-Gebiet guckt ihr die Spiele am liebsten; Kommt bei euch in der Straße die viel beschworene WM-Stimmung auf und was ist das überhaupt?
Schreibt's mir gern an redaktion@loky.news oder direkt in unseren Briefkasten oder kommt zur nächsten loky*-Lokalrunde, um zu diskutieren.
☕ Morgen ist wieder loky*-Lokalrunde!
Lust auf einen Kaffee mit Philipp und Juliane, dem loky*-Gründungsteam?
Idee: Einfach rumkommen, kennenlernen, persönlich quatschen.
Nächster Termin (weitere folgen!):
Mittwoch, 17.6. von 9 bis 11 Uhr im Spreegold in der Stargarder Straße.
Wissen im Schnelldurchlauf

SIE! ROLLT!: Die neue S15 zwischen Gesundbrunnen und Hauptbahnhof fährt seit gestern wirklich, und das nur neun Jahre später als geplant. Wir sind gespannt auf eure Fahrtberichte. (Quelle: rbb)
Olé, Olé, Olé: Auch das Amt für Statistik ist in WM-Stimmung und hat sich gefragt: Wo in Berlin leben eigentlich die meisten Menschen aus dem WM-Gastgeberland Mexiko? Die Antwort: Zum Beispiel bei uns rund um Falkplatz (38), Kollwitzplatz (30) und Teutoburger Platz (83). Wenn Mexiko ein Tor schießt, dann hört ihr's dort zuerst. (Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg)
Schulplatz-Lotterie: Endlich ist klar, wo es nach den Sommerferien weitergeht. 91 Prozent der Kinder aus Pankow mit Erstwunsch an einer Schule im Bezirk wurden versorgt – allerdings nicht alle mit einem Platz bei ihrem Favoriten. Einigen Kindern wurden darüber hinaus Schulen zugeteilt, die für sie nicht an erster, zweiter oder dritter Stelle auf der Liste standen. 63 Kinder aus Pankow müssen in einem anderen Bezirk auf die Oberschule – nicht über 200, wie der Tagesspiegel berichtete. Besonders gefragt waren Gymnasien und integrierte Sekundarschulen. (Quellen: loky*-Anfrage an das Bezirksamt Pankow, Pressemitteilung des Bezirksamt Pankow)
Lieblingshosen-Retter: Wann der Reparatur-Bonus zurückkommt, wird noch ausgehandelt; Bis dahin gibt's zumindest die Jeans-Reparatur bezuschusst. So geht's: 50%-Gutschein online sichern, mit der Hose zu einer der teilnehmenden Schneidereien gehen und einlösen. Gefördert wird die Aktion von der EU. Sie soll die Kreislaufwirtschaft ankurbeln. Hier gibt's alle Infos.
Leben nach dem Tod: Ein Projekt von TU und UDK archiviert die Seele von Berliner Clubs: unter anderem vom Jonny Knüppel, das Ende des Jahres schließen muss. Für ein 3D-Modell wird der Club gerade vermessen und fotografiert, dazu wird Sound aufgenommen, um die Akustik originalgetreu nachstellen zu können. Außerdem werden Zeitzeug:innen interviewt. Das Ziel: Man soll irgendwann mit einer VR-Brille den Vibe von früher nachvollziehen können. (Quelle: rbb)

Poller-Mützen: Im Bezirk Pankow sind seit vorletzter Woche plötzlich Poller bemützt – gehäkelt, rot-weiß gestreift. "Waren das Strickfreunde, 'Wo ist Walter'- oder Union Fans“, fragt sich Erik aus der Community. Falsche Fährte. Das Ganze war eine Aktion zum Sehbehindertentag vorletzte Woche. Die Mützen sollen darauf aufmerksam machen, dass Poller, aber auch E-Scooter auf dem Fußweg, für Sehbehinderte schnell zum gefährlichen Hindernis werden können. (Quellen: Mail von Erik, Stadtteilzentrum Pankow bei Instagram)
Rechte Würste: Heike und Dirk Kupke waren auf dem Wochenmarkt am Kollwitzplatz bekannt für ihre Wurst, werden aber in Zukunft nicht mehr dort verkaufen. Das Entschied die Marktleitung. Denn auf dem Hof der Kupkes in Brandenburg fand ein Treffen von Rechtsextremen statt – darunter viele aus dem Umfeld der verbotenen völkischen Neonazigruppe Artgemeinschaft (Quelle: taz).
Wasser marsch: Dass Berlin, sagen wir mal, nicht optimal gewappnet ist, wenn's Probleme mit dem Trinkwasser gibt, hat Anna-Lena recherchiert. Jetzt gibt es neue Zahlen zu den Trinkwassernotbrunnen: In Pankow, Prenzlauer Berg und Weißensee funktionieren davon 117, 17 sind kaputt. In ganz Berlin ist sogar knapp ein Drittel der Brunnen nicht funktionsfähig. (Quelle: Kleine Anfrage der Grünen im Abgeordnetenhaus)

Wer beklaut die Nachbarschaft?
Im Sommer letzten Jahres tauchten in der Woelckpromenade in Weißensee in mehreren Häusern Markierungen durch Klebefäden an Türen auf.
Dann begannen die Einbrüche: Bargeld, Schmuck, Koffer und Taschen verschwanden. Zu acht Fällen zwischen August 25 und Februar 26 ermittelt die Polizei.
In einigen Häusern wurde aufgerüstet: neue Schlösser, neue Videokameras. Trotzdem bleibe die Unsicherheit, ob da noch was komme, erzählte uns eine Leserin.
Die Täter:innen? Unbekannt.
Und die Polizei? Sagt, dass hier trotz der Serie kein Einbruchschwerpunkt liege.
Wie kann das sein?