Worum geht's?
Marion aus Weißensee schrieb uns vor zwei Wochen, dass im Kreuzpfuhl unweit des Weißen Sees tote Fische treiben (Fotos ersparen wir euch). Kein Wunder, der Bezirk bringe den See „seit Jahren aus Geldnot nicht in Ordnung“.
Warum ist das wichtig?
- Schon 2022 teilte das Bezirksamt Pankow mit, dass der Kreuzpfuhl keinen natürlichen Zufluss hat; dank der Klimaerhitzung ist die Pegel-Tendenz: sinkend. (Spoiler: zumindest, solange es keinen Starkregen gibt.)
- Der frisch veröffentlichte Kleingewässerreport des BUND Berlin zeigt, dass der Kreuzpfuhl kein Einzelfall ist. Besonders schlimm steht's meist um Gewässer, für die Bezirke verantwortlich sind – denn den Grünflächenämtern fehlt oft Geld und Personal.
- Besser geht's Teichen, Weihern und Co., die der Senat pflegt. Der will zudem 30 Kleingewässer zu „blauen Perlen“ aufpolieren, u.a. durch zusätzlich eingespeistes Regenwasser. Los ging's mit Pilotprojekten in Hellersdorf und Steglitz. Der Kreuzpfuhl? Ist laut Senatsverwaltung für Umwelt nicht auf der Liste, weil, s. oben: der ist ja Bezirks-Business.
Was sagt der Bezirk?
Wir haben beim Büro der Ordnungsstadträtin Manuela Anders-Granitzki (CDU) nachgefragt, woher das Fischsterben kam, und was unternommen wurde, und erfahren: