Worum geht’s?
„Es ist echt nervig, dass die Chance ziemlich groß wird, von der Polizei weggeschickt zu werden, sobald man als größere Gruppe im Friedi ist. Und das auch, wenn man sich ganz normal verhalten hat“, sagt Nick aus Prenzlauer Berg.
Das langsam vorfahrende Polizeiauto, das einem ziemlich deutlich sagt: Jetzt ist Feierabend: Das kennen viele junge Menschen im Kiez.
Mal ehrlich: Welche Orte kennt ihr, an denen 10, 15 oder 20 Jugendliche einfach zusammen sein können, ohne etwas zu kaufen, sich anzumelden oder ein Programm zu buchen? Wahrscheinlich nicht viele.
An welchen Orten werden Jugendliche im Kiez mitgedacht? Welche werden tatsächlich genutzt, welche fehlen – und was könnte besser laufen?
Da ich selbst 18 bin, habe ich eine kleine Umfrage in meinem Umfeld und in der loky*-Community gestartet. Die Ergebnisse lest ihr hier.
Warum ist das wichtig?
- Wo Jugendliche in Gruppen auftauchen, treffen schnell unterschiedliche Interessen aufeinander: Anwohner:innen wollen ihre Ruhe, Sportplätze haben Öffnungszeiten und öffentliche Orte ihre Regeln. Das ist verständlich. Trotzdem bleibt die Frage: Wo dürfen Jugendliche einfach sein?
- Nicht jede Freizeit braucht ein festes Angebot. Gerade Jugendliche mit weniger Möglichkeiten benötigen Orte im Kiez, die einfach immer zugänglich sind.
- Das ist auch eine Frage des Vertrauens: Wer Jugendliche nur dort willkommen heißt, wo Aufsicht, Anmeldung oder feste Zeiten gelten, lässt wenig Raum, selbst zu entscheiden, was man mit seiner Freizeit anfängt.
Welche Orte gibt es für Jugendliche?
Spielplätze sind für Kinder, Bars für Erwachsene. Aber wo finden Jugendliche ihren Platz? Meine Umfrage ergibt: