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Kultur-Kampf und Sandwich-Mampf

Außerdem: Briefwahl-Bredouille; offene Gastro-Toiletten; Filmkids gesucht; Mails zur Schulrecherche.

Kultur-Kampf und Sandwich-Mampf
Schwarz-weiß: ist bei dieser Wahl nur die Tischdecke im Hintergrund.

Ihr Lieben.

Sonntag habe ich mich gefühlt wie eine Wahl-Anfängerin.

Origami-Frösche falten? Stapelweise sensible Dokumente durchackern? Alles kein Problem.

Aber kommt mir nicht mit Briefwahl!

Beantragen: easy, z.B. per QR-Code auf der Wahlbenachrichtigung (noch bis 15. September).

Stimmzettel ausfüllen: Check. Denn dank der loky*-Wahlinfos konnte ich den maximal verwirrenden Plakatewald links liegen lassen (warum grinst Wolfgang Kubicki von unseren Laternenpfosten, tritt aber nirgends an?)

Mein Endgegner: der Umschlag. Den ich zuklebte, bevor Stimmzettel Nr. 2 (BVV!!!) ebenfalls versenkt war.

Da mir als loky*-Redakteurin klar ist, wie wichtig gerade die Bezirkswahl ist, bat ich das Amt um eine zweite Chance (geht z.B. per Mail).

Das schrieb gleich am Montagvormittag: Ersatz-Umschlag mit Ersatz-Umschlag geht raus! Kommt aber erst in fünf bis sieben Tagen.

Fazit: Briefwahl besser früher als später vermurksen!


Wissen im Schnelldurchlauf

Bei loky* schreiben wir Cybersicherheit groß.

Daten-Gau: Erinnert ihr euch an den Hack der Berliner Verwaltungen für Bauen und Verkehr Mitte August? Übers Wochenende sind 1,4 Millionen dabei erbeutete Dokumente im Darknet aufgetaucht. Betroffen sind sehr viele Menschen und Ebenen. Öffentlich sind jetzt u.a. Lohnabrechnungen, Schwerbehindertenausweise, E-Mail-Konten hochrangiger Senatsmitglieder und Notfallpläne („Welche Krankenhäuser schützen wir wie im Ernstfall?“) sowie Infos zu kritischer Infrastruktur. Aber auch Baupläne am Bundeskanzleramt oder „Dickes B“ von Seed als mp3. Aufgrund der Masse an Daten ist das wirkliche Ausmaß noch nicht ganz klar. Vor der Veröffentlichung hatten die Hacker zunächst versucht, zwei Millionen Euro zu erpressen. Der Senat hat angekündigt, Betroffene zu informieren – die in jedem Fall Strafanzeige stellen sollen. Ins System rein kamen die Hacker vermutlich über eine Phishing-Mail. (Quellen: Tagesspiegel, rbb24, Deutschlandfunk, Senatskanzlei)

Frisch frittiert: werden die japanischen Sandwiches im neu eröffneten Café Yohaku in der Oderberger. Eingezogen ist es in die Räume des Kiez-Klassikers Kaffee Krone, das Ende Juli mit dem Versprechen dicht machte, an anderem Ort neu zu starten. Wo und wann? Zumindest das ist: offen. (Quelle: Hinweis von Leserin Barbara; Kaffee Krone bei Insta)

Heizkosten sparen: Bis zu einer Million Euro pro Jahr haben andere Bezirke schon durch smarte Heizungen in Schulen, Sporthallen & Co eingespart. Wie viel Kohle das noch-nicht-so-smarte, aber dauerklamme Pankow „verheizt“? Stadtrat Jörn Pasternack (CDU) sagt: Lässt sich nicht beziffern. Hot take, denn wie die Wärmeplanung zeigt, gibt’s in Berlin kundige Leute, die das ausrechnen könnten. (Quelle: Pressemitteilung der Grünen Pankow)

Rewe renoviert: noch bis zum 24.09. um 9 Uhr seinen Laden an der Schievelbeiner. Dann hat das Skandinavische Viertel zumindest einen seiner wegen Umbau geschlossenen Supermärkte wieder. Das Datum der Wiedereröffnung des Alnaturas an der Schönhauser schuldet uns die Pressestelle noch. (Quelle: Aushang via Liska aus der Community)

Öffentliche stille Örtchen: Bis zu 365 Euro im Monat zahlt Berlin privaten Betrieben, die ihr Klo der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. So soll das Netz an öffentlichen Klos über die Wall-Buden hinaus vergrößert werden. Im loky*land konnte mit dem Café Paula in der Florastraße auch schon ein Kooperationspartner gewonnen werden (Übersichtskarte). Auf dass das berühmte Pankower Toilettenloch bald der Vergangenheit angehört. (Quelle: Senatsverwaltung für Mobilität und Verkehr)