Worum geht’s?
Am Helmholtzplatz gibt es eine neue Nachbarschaftsinitiative: SUN – das steht für Solidarität unter Nachbar:innen. Es geht darum, sich gegenseitig zu unterstützen – bei Einsamkeit oder mit einer Bohrmaschine.
Das Besondere: Obdachlose Menschen sind mitgemeint.
Gegründet wurde sie von Laura und Sebastian, die direkt am Platz wohnen.
Warum ist das wichtig?
Auf dem Helmholtzplatz leben mehrere obdachlose Menschen. Der prominenteste von ihnen: Manni mit seinem Cowboyhut. Auch der 70-jährige Anwar wohnt hier. Hinzu kommen nach SUN-Schätzung bis zu sechs weitere Menschen, die unregelmäßig dort schlafen.
Die Obdachlosen seien auf Hilfe aus der Nachbarschaft angewiesen, sagt Laura von SUN.
Zwar kommt die Help-Stiftung einmal wöchentlich auf den Platz; verteilt warme Mahlzeiten und bietet Beratung an. Doch das sei nicht genug. Die Kürzungen im Sozialbereich machten sich auch hier bemerkbar; die Sozialarbeiter:innen hätten nicht genug Zeit.
Gleichzeitig gibt es Konflikte: Anwohner:innen beschweren sich über Lärm, Müll und Rauch.