Worum geht's?
Von Oberschulnot bis Handyverbot: Bildung ist für uns ein großes Thema.
Inhaltlich ist diese in Berlin Landessache. Auf dieser Ebene wird entschieden, ob Gymnasien oder Gemeinschaftsschulen gestärkt werden, was in den Lehrplänen steht oder wie Prüfungsordnungen oder Zeugnisstandards gestaltet sind.
Die Bezirke agieren hingegen als Schulträger. Sie kümmern sich um Instandhaltung und Neubau von Gebäuden, definieren Einzugsgebiete bei Grundschulen und müssen im Blick behalten, ob die Schulpflicht eingehalten wird und wo neue Schulplätze benötigt werden.
In diesem Text geht es eher um Inhalte. Daher haben wir dafür analysiert, was die Parteien auf Landesebene vorhaben.
Alle oder Ausgewählte?
Bildung liegt allen Parteien am Herzen. Nur bei der Frage, wie sie für wen finanziert wird, gibt es zwei Pole:
- SPD, Grüne, Linke, BSW und Volt möchten, dass Bildung und alles, was dazu gehört, für alle von Kita bis Universität kostenlos ist und allen ermöglicht wird.
- CDU und FDP wollen primär eine gute Qualität des Unterrichts und der Schulen sicherstellen, bevor sie ermöglichen, dass alle Bildungsleistungen für alle kostenlos sind. Sie befürworten zwar kostenfreie Bildung im Sinne des Unterrichts, wollen staatliche Subventionen bei Zusatzleistungen wie Essen oder Klassenfahrten aber auf Familien konzentrieren, die nachweislich finanzielle Unterstützung benötigen.
Benotung oder Berichte?
Ob und ab wann es Noten geben soll, darüber sind sich die Parteien uneinig:
- Linke, Volt und Grüne wollen Zensuren schrittweise durch qualitative Lernentwicklungsberichte abschaffen.
- Die SPD will ein differenziertes Notensystem, aber gleichzeitig alternative Rückmeldungsoptionen wie beispielsweise Lernentwicklungsberichte.
- CDU, FDP und BSW wollen Zensuren, weil sie Leistung transparent und messbar für alle machen und sowohl Orientierung als auch Ansporn bieten.
Campus oder Chaos?
Die Hochschulen sind in den Parteiprogrammen kein großes Thema. Ein paar Besonderheiten habe ich dennoch für euch herausgearbeitet: