Ihr Lieben.
What a time to be a loky*!
Nach dem Wahlabend-Fieber (Redaktionsschluss: 00:36 Uhr) begrüßte uns Montagmorgen im Postfach ein dicker Batzen Dankesmails.
Ehrlich jetzt: Gegen euch kann jeder Energydrink einpacken!
Im Lauf der Woche rasselten dann Abschiedsmeldungen bekannter Kiez-Politiker:inen durchs Netz, von Linda Vierecke (SPD) und Tilo Schopf (SPD) über Louis Krüger (Grüne) bis Dirk Stettner (CDU), die es allesamt nicht erneut ins Abgeordnetenhaus geschafft haben.
Wer die Posten auf Bezirksebene ergattert, ist trotz des linken Wahl-Triumphs alles andere als ausgemacht.
So sieht's in Pankow aus:
- Die Linke will ihren Kandidaten Jonas Teune als Bürgermeister. Das geht mit Stimmen der Grünen oder denen von SPD und Volt bzw. BSW – solange die CDU das toleriert.
- Auch die bisherige Bezirksbürgermeisterin Cordelia Koch (Grüne) möchte bleiben. Eine Mehrheit dafür bekäme sie z.B. mit CDU, SPD und Volt bzw. BSW.
- Von den sechs Stadträt:innen stellen vermutlich Linke und Grüne je zwei, AfD und CDU je einen. In jedem Fall heißt das Stühlerücken, denn CDU und SPD müssen je einen Platz abgeben.
In Mitte steht es so:
- Mittes next Bürgermeister könnte der bisherige Jugendstadtrat Christoph Keller (Linke) werden. Dafür müssen entweder die Grünen oder SPD und Volt bzw. BSW supporten.
- Die aktuelle Bezirksbossin Stefanie Remlinger klingt nicht, als wolle sie ums Amt kämpfen. Auf Insta schrieb sie, dass sie stattdessen gern Stadträtin macht.
- Die Ansprüche diesbezüglich dürften so ausfallen: Linke 3, Grüne 2 und CDU 1.
- In die BVV Mitte gewählt: Beatrix von Storch, die die Bezirksliste der AfD anführt.
Mehr Mehrheiten und eine Liste aller vorraussichtlichen Bezirksverordneten gibt's hier (Pankow) bzw. hier (Mitte).
Wissen im Schnelldurchlauf

Doch-nicht-lympia: Das Land Berlin ist der No-lympia Kampagne zuvorgekommen und hat seine Bewerbung für Olympische Spiele 2036, 2040 oder 2044 zurückgezogen. So verpassen wir die Welt zu Gast bei Freunden, auch in Jahnsportpark, Schmelinghalle und SSE – oder entgehen einem totalen finanziellen Desaster, je nach Sichtweise. Grund für den Rückzug ist laut Berlins Olympia-Beauftragten Kaweh Niroomand nicht das schlechte Konzept, sonder das Wahlergebnis von Sonntag bzw. fehlende „politische Stabilität“. (Quelle: rbb24)