Ihr Lieben.
Wenn ich morgens in die loky*-Redaktion radle, rattere ich öfter mal an einem auf einer Matratze schlummernden Obdachlosen vorbei.
Vom Sehen kenne ich ihn besser als die meisten in meinem Haus. Aber Kontakt? Hatten wir noch nie.
Anders ist das am Helmholtzplatz, wo die Initiative SUN seit einem Dreivierteljahr statt Nebeneinander das Miteinander-Lösungen-Finden probt. Und das offenbar mit Erfolg:
- Seit unserem Ortsbesuch im Juni konnten vier Obdachlose den Platz verlassen. Manni z.B. zog in eine Unterkunft und Anwar in ein Tiny House, für das die Nachbarschaft zusammengelegt hat.
- Diesen Winter soll ein Gespann namens „Kulturkutsche“ Unterschlupf für eine weitere Person direkt am Platz bieten. Bekannt wurde das Gefährt als „Nothotel“, für den Helmi-Einsatz aber umgetauft, weil es ab Frühjahr als Kulturbasis der Nachbarschaft öffnen soll – und z.B. als Mini-Galerie oder mobile Werkstatt genutzt werden kann.
Nicht an allen Camp-Hotspots tut sich so viel. Wie der Bezirk damit umgeht: Das lest ihr unten.
Wichtig zu Wissen

Volksbühne im Prater: eröffnet am Freitag mit dem Stück „Perfection“, wobei die frisch sanierte Spielstätte zum „Metabühnenbild“ (🤔) wird. Bis Sommer 2027 stehen weitere Premieren und insgesamt 90 bis 120 Vorstellungen an. Die werden meist zwischen 22 und 24 Uhr enden. Um einen Prater-Kater in der Nachbarschaft zu vermeiden, will der Abenddienst das Publikum möglichst schnell rein- und rausschleusen. (Quellen: Berliner Morgenpost; Volksbühnen-Website)
Für Kiezblock-Beef: sorgt die angekündigte Verkehrsberuhigung am Arnimplatz. Das zeigte auch die emotionale Debatte beim Bezirksamts-Workshop zur Neugestaltung der Paul-Robson-Straße vergangenen Donnerstag. Sorgen machen der Nachbarschaft vor allem geplante Sitzflächen, die den Partypulk vom Platz unters eigene Schlafzimmerfenster locken könnten. (Quellen: SPD-Mauerpark auf Insta, Online-Beteiligung bei mein.berlin)
